Island

Island, die Vulkaninsel im Norden war lange Zeit Teil Dänemarks und ab 1918 Königreich in Personalunion mit Dänemark. Das Land wurde im 2. Weltkrieg von den USA besetzt und als Stützpunkt für die Geleitzüge nach England verwendet. Ab 17.6.1944 ist Island eine unabhängige Republik.

Island ist bekannt für seine Vulkane und der Grund dafür ist, dass sich hier die eurasische und die amerikanische Platte treffen und auseinanderdriften. Das sorgt für viel Vulkanität. Fliegt man nach Island, fallen einem bei der Landung sehr viele Vulkanberge auf. Fährt man auf der Autobahn vom Flughafen nach Rejkjavik, der Hauptstadt Islands mit 200.000 Einwohnern, durchfährt man ein 50 Kilometer breites Lavafeld.

Island ist Eis, Meer, Fjorde, schöne Berge, viele Islandponys, bizarre Landschaften und kleinwüchsige Bäume inklusive einigen kleineren Nadelbäumen, worauf die Isländer besonders stolz sind. Es gibt Kreisverkehr mit diesen Nadelbäumen und man findet sie in Rejkjavik und einigen wenigen Teilen außerhalb, woran die Isländer anscheinend große Freude haben. Man trinkt gerne Kümmelschnaps, der sehr gewöhnungsbedürftig ist. Der ist nichts gegen einige einheimische Spezialitäten, die für Ausländer äußerst ungewöhnlich sind. Ich spreche z.B. von hakarl, fermentierter Haifisch, den man auch im Supermarkt finden kann. Wer ihn einmal gerochen hat, weiß das es eine große Herausforderung ist ihn auch nur zu probieren. Den Geruch wird man nicht vergessen. Es gibt noch so einiges andere, wie z.B. gekochte Schafsköpfe, gekochte und sauer eingelegte Schafsinnereien, eingelegte Robbenflossen und so einiges mehr.

Die oben gezeigte Landschaft ist ein typisches Bild im Landesinneren und wer Natur gerne mag und auf ein besonderes Erlebnis hofft, dass einem länger bleibt ist hier sehr gut aufgehoben. Island ist etwas besonderes, die Leute sind sehr nett und offen, allerdings ist alles teuer. Trotzem ist es eine Reise wert und ich würde jederzeit wieder hinfahren.

Island hat für seine Abgelegenheit schon sehr früh die ersten Briefmarken herausgegeben. Da Island nicht sehr viele Einwohner hat, sind die Auflagen gering. Die erste Ausgabe von 1873 erinnert an denen von Dänemark, die zeitgleich erschienen.  Das erste Motiv wurde mit Modifikationen sehr lange bis 1902 verwendet. Im gleichen Jahr erschien die erste Ausgabe des Königs von Island mit König Christian, der aber schon sehr lange seid 1863 regierte.

Die ersten Freimarken mit Ansichten von Island erschienen 1926 und ab da wurde es immer abwechslungsreicher. Einer in meinen Augen schönsten Sätze ist der von 1930 zum Thema “1000 Jahre Althing (Landtag)”, der an einem See liegt und direkt neben der Spalte mit der Grenze der eurasischen / amrikanischen Platte, ein absolutes Highlight des Landes.

1937 erschien der erste Block zur 25 jährigen Regentschaft von König Christian X. Es folgen viele Motive aus Island, der Natur und Geschichte. Bei den frühen Ausgaben sind einige Briefmarken dabei, die selten und sehr teuer sind, aber ab 1949 ist fast alles relativ günstig  zu bekommen. Island ist ein sehr schönes Sammelgebiet, weil es starke Motive besitzt und sehr ursprünglich ist. Im Gegensatz zu vielen Ländern kann man die Briefmarken bis in die Gegenwart sammeln, weil die Ausgaben pro Jahr nicht überhand nehmen. Es gibt zwar mit 67 Blöcken einige zu viele, aber es ist noch im Rahmen. Wer etwas spannendes neues sucht, was nicht jeder sammelt ist hier absolut richtig.

Island 1960 - 1979

Jahr Erhaltung
1964 postfrisch
1968 postfrisch komplett
1969 postfrisch
1978 postfrisch

Island 1980 - 1999

Jahr Erhaltung
1980 postfrisch
1999 postfrisch
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