Rumänien

Rumänien liegt in Südosten Europas an der Grenze zur Ukraine und Moldawien. Das Land hat eine sehr wechselvolle Geschichte und man merkt es den Briefmarkenausgaben an.Die ersten Ausgaben erschienen schon sehr früh 1858 für das Fürstentum Moldawien.  Ab 1862 erschienen Marken unter dem Fürstentum  Rumänien.

Im klassischen Bereich ist Rumänien eines der teuren und interessantesten Gebiete, was Europa mit zu bieten hat. Die Ochsenköpfe 1858 von Moldawien sind extrem selten und begehrt, aber auch die nachfolgenden Ausgaben bis etwa 1900 sind gesucht. Leider gibt es sehr viele Fälschungen aufgrund der Popularität. Man kann durchaus sagen, dass der klassische Bereich Championsleague unter den Briefmarken ist, auch wenn die Sammlerschaft mit den Jahren kleiner geworden ist. Aber jeder rumänische Sammler möchte aus dieser Ära gerne gut erhaltene Briefe und Besonderheiten besitzen, was nur mit Kapitalaufwand zu erreichen ist.

Ab 1903 fangen die ersten Sondermarken an und diese sind schön gestaltet mit vielen typischen Landesmotiven. Rumänien war zu dieser Zeit ein Königreich bis 1947. Diese Ära ist für durchaus interessant. Zu der Zeit als Verbündeter des Deutschen Reiches (1941 – 1944) werden die Ausgaben immer militärischer.

Ab 1944 mit den ersten Ausgaben erkennt man den sowjetischen Einfluß. Es kommen immer mehr Themen, die mit der Sowjetunion zu tun haben. Leider beginnt hier der Niedergang des Sammelgebietes. Ab 1948 ist Rumänien Volksrepublik und man fängt an, immer mehr Ausgaben herauszubringen. Dazu allerlei, um den Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen mit Blocks mit sehr kleinen Auflagen.

Über die Jahrzehnte ist die Ausgabepolitik immer unseriöser geworden. Heute sind fast alle Ausgaben nur über eine Agentur für Sammlerausgaben zu bekommen und sehr viele sind nicht über normale Postämter zu kaufen. Dazu Blöcke – aufgrund der inzwischen sehr geringen Nachfrage – mit 2 – 300 Stück Auflage. Alleine diese Stückzahlen zeigen, dass das Sammlergebiet für Ausgaben ab ca. 1960 bis heute nicht viel Anziehungskraft besitzt.

Deshalb werde ich mir nicht die Mühe machen, nur ansatzweise zu versuchen, dieses Gebiet in der Neuzeit komplett zu zeigen. Es ist aufgrund der Ausgabepolitik nicht möglich, alles zusammen zu tragen. Es liegt zudem nicht in meinem Interessensbereich, uninteressante Agenturausgaben möglichst komplett zu zeigen. Ich werde das integrieren, was ich aufgrund meiner Bestände zur Verfügung habe. Evtl. finde ich einen Sammler, der bereit ist, weiteres Bildmaterial zur Verfügung zu stellen. Für einen ersten Eindruck wird es reichen, um sich ein Bild machen zu können.

Was Rumänien betrifft, fängt dieses Land ganz stark an. Meiner Meinung nach kann man Rumänien je nach Geschmack bis 1960/1980 sammeln, abhängig davon wie gerne man die neueren komunistischen Ausgaben mag. Ich habe einiges aus dieser Zeit und jeder muss seine Entscheidung treffen, wenn er sich für Rumänien interessiert. Die neuen Ausgaben sind wie das gezeigte Parlament: Viel zu üppig und nicht angemessen für ein Land dieser Größe. Das ist nur meine persönliche Meinung und niemand soll sich davon angegriffen fühlen. Ich respektiere jede andere Meinung dazu.

Rumänien 1940 - 1959

Jahr Erhaltung
1958 postfrisch
1959 postfrisch

Rumänien 1960 - 1979

Jahr Erhaltung
1967 postfrisch
1969 postfrisch
1970 postfrisch
1971 postfrisch
1972 postfrisch
1973 postfrisch
1975 postfrisch
1976 postfrisch

Rumänien 1980 - 1999

Jahr Erhaltung
1986 postfrisch
1989 postfrisch
1993 postfrisch
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